Tobias Reinkemeier
Von Null auf Hundert - Tobias Reinkemeier
Tobias Reinkemeier gehört zur jungen deutschen Garde erfolgreicher Pokerprofis. 1987 geboren, begann Reinkemeier seine Karriere als Pokerspieler Anfang 2006. Er legte mit 50 Dollar los und arbeitete sich Schritt für Schritt nach oben. Schon im nächsten Jahr machte Reinkemeier zum ersten Mal auf internationalem Parkett bei einem Live-Turnier auf sich aufmerksam. Er gewann ein Nebenturnier bei der EPT Dortmund 2007 und sicherte sich 30.500 Euro. Das Buy-In betrug 500 Euro, und das war nach Reinkemeiers eigenen Worten damals eine beachtliche Summe für ihn. Vom Gefühl her sei das bis heute sein größter Erfolg. Wenn man sich seine Erfolge anschaut, dann ist das eigentlich kaum vorstellbar, aber es war der Startschuss für seine Pokerkarriere.
Seitdem reißen die Erfolge nicht mehr ab, sowohl live als auch online. Reinkemeier ist Turnierexperte und erspielte sich online unter dem Namen Pokernoob999 mehrere huntertausend Dollar. Bei vielen großen Online-Turniere konnte er seinen Namen schon in die Siegerliste eintragen, so gewann er bei der Erstausgabe der SCOOP von PokerStars den Heads-Up-Titel und fast 170.000 Dollar. Mer als respektabel sind auch seine Ergebniss bei Live-Turnieren. Mehrmals kam er bei Turnieren der European Poker Tour ins Geld, viermal allein 2009, ebenso bei der EPT in Berlin im Jahr 2010. Beim High Roller-Turnier der PokerStars Caribbean Adeventure wurde er Sechster in einem erstklassig besetzten Feld. Der große Triumph gelang ihm 2010 beim High Roller-Turnier der EPT in Monte Carlo, sein Lohn annähernd eine Million Euro.
Seine Markenzeichen sind Aggressivität und Fruchtlosigkeit. Seine Gegner setzt er permanent unter Druck und stellt sie vor schwierige Entscheidungen. Dabei war der Name Pokernoob zu Anfang tatsächlich Programm. Pokernoob heißt in etwa Poker-Neuling. Wenn man bedenkt, dass Reinkemeier 2006 so gut wie keine Erfahrung hatte, dann ist sein Werdegang eine erstaunliche Geschichte. Dazu gehört eine Portion Können und, wenn nötig, auch eine Portion Frechheit. Reinkemeier wurde in der Pokerwelt berühmt durch eine Hand, die er gegen den englischen Pokerprofi Roland de Wolfe spielte. Mit nichts auf der Hand bezahlte Reinkemeier die Riverbet von de Wolfe und brachte ihn dann dazu, die bessere Hand in den Muck zu schieben. Es war ein Machtspiel, es ging ums Ego, um die besseren Nerven und die Genugtuung, am Ende die Oberhand zu behalten. Es war eine Hand, die um die Welt ging (http://www.youtube.com/watch?v=lvpJfNAy4qI). So muss dann auch sein Rat an alle Turnierspieler verstanden werden: Erstens sei flexibel, zweitens sei diszipliniert, und drittens bestätigen Ausnahmen die Regel.

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