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Doyle Brunson

„Big Papa“ – Doyle Brunson

 

Wenn Anzahl und Bedeutung der Spitznamen ein Hinweis auf die Bedeutung eines Pokerspieler sind, dann wird schnell klar, welchen einzigartigen Rang Doyle Brunson einnimmt. In seinen Anfängen war Brunson „Texas Dolly“, weil ein Reporter seinen Vornamen falsch ausgesprochen hatte; heute ist er aufgestiegen zum „Godfather of Poker“, zum „Big Papa“ oder sogar zu „Imhotep“, der als Bauherr der ersten Pyramide im alten Ägypten gilt.

Das macht durchaus Sinn. Denn lange bevor Poker in den 1970er-Jahren langsam salonfähig wurde, war der 1933 in Longworth geborene Brunson in Texas als professioneller Pokerspieler unterwegs. Berühmte Weggefährten waren Amarillo Slim und Brian „sailor“ Roberts. Man legte zusammen, um an den größten illegalen Pokerrunden teilzunehmen und scheute sich laut Brunson nicht davor, auch sonst auf „so ziemlich alles“ zu wetten. Erst als das Gespann bei ihrem  ersten gemeinsamen Ausflug nach Las Vegas Pleite ging, trennten sich die Wege, befreundet blieb man trotzdem.

Das war nicht der einzige Rückschlag in der Pokerkarriere des Doyle Brunsons, eigentlich schien sie bereits zu Ende, bevor sie richtig angefangen hatte. Kurz nach seiner Hochzeit, Anfang der 1960er-Jahren, seine Frau war schwanger, erkrankte Brunson an Krebs. Die Ärzte stellten fest, dass der Krebs gestreut hatte. Sie gaben „Texas Dolly“ noch drei Monate. Doch nachdem der Krebs operiert worden war, damit Brunson zumindest die Geburt seiner Tochter erleben konnte, verschwand der Krebs. Aus Sicht der Ärzte ein Wunder. Danach war für Doyle Brunson klar, was er sein wollte: Ein Pokerspieler, der um die höchsten Einsätze spielt.

Das ist er bis heute gebelieben. Er ist regelmäßig in Fernsehshows wie High Stakes Poker zu Gast oder spielt in Las Vegas, wo er lebt, im Big Game. Zehn Armbänder erspielte er sich bisher bei der World Series of Poker. Den Main Event gewann er 1976 und 1977. In der letzten Hand hielt er jedesmal eine Zehn und eine Zwei. Seither gelten diese Hole Cards als Doyle Brunson oder Texas Dolly.

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