Pot Limit Omaha Poker
Pot Limit Omaha Poker – Die Strategie der großen Pots
Für den Hold’em-Spieler sieht Pot Limit Omaha auf den ersten Blick wie Hold’em aus – mit dem scheinbar kleinen Unterschied, dass eben jeder Spieler vier Startkarten anstatt zwei bekommt. Aber der kleine Unterschied ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn diese zwei Karten mehr sorgen dafür, dass das Spiel ganz anders betrachtet werden muss. Der Autor Jeff Hwang, Investment Analyst und Autor eine Kolumne für Card Player, räumt mit allen Illusionen auf und erklärt die Unterschiede gründlich.
Starke Hände sind beim Showdown in Omaha eher die Regel als die Ausnahme. Dass eine Hand mal nur mit einem Paar gewonnen wird, ist selten. Zwei Paar haben eine Chance, aber eine gute Hand sieht anders aus. Das Erste, was ein Spieler lernen muss, der von Hold’em auf Omaha umsattelt, ist sich darüber klar zu werden, welche Hände wirklich die großen Pots beim Showdown in Omaha gewinnen.
Damit beginnt das Buch von Hwang. Er stellt zunächst die Hände und Situationen vor, die dazu führen, dass die großen Pots gespielt werden. Dabei prallen fast immer starke Hände aufeinander. Darin liegen Risiken und Chancen, die der Omaha-Spieler kennen muss. Die bestmögliche Straße auf dem Flop ist bei Hold’em eine starke Hand, bei Omaha jedoch kann es passieren, dass Ihr Gegner die gleiche Nut Straight gefloppt hat, aber zudem auch noch einen Re-Draw hat zu einer höheren Straße. Wenn Ihnen dieser Re-Draw fehlt, dann freut sich Ihr Gegner über eine Freeroll. Deswegen kann es bei PLO manchmal sogar korrekt sein, die Nut-Straight auf dem Flop zu passen. Undenkbar bei Hold’em. Set über Set ist bei Hold’em eine unagenehme Situation, bei Omaha bereiten sich besser auf ein Full House gegen ein Full House vor. Und beten Sie, dass Sie auf der richtigen Seite sind (Overfull vs. Underfull).
Im zweiten Teil stellt Hwang einige grundsätzliche Regeln auf, wie Sie Ihre Hand in bestimmten Situationen spielen sollten. Dabei berücksichtigt er die Position, das Handlesen und die Warnung vor der zweitbesten Hand. Gleichzeitig zeigt er, wie ein Omaha-Spieler eine Situation analysiert, um richtige Entscheidungen treffen zu können.
Dann ist es Zeit für die großen Draws. Sie sind es die Omaha zu so einem aufregenden Spiel machen. Hwang beschäftigt sich intensiv damit, mit den 17-Card und 20-Card Draws und den Wraps. Wer dieses Kapitel liest, dem werden die Augen geöffnet über die Pokervariante.
Danach wendet sich Hwang einer detaillierten Analyse der Starthände zu. Denn es mag zwar richtig sein, dass beliebige vier Karten mit etwas Glück auf dem Flop zu einer sehr starken Hand werden können, aber schon bei der Auswahl der Starthände lauern große Gefahren, die Sie im Lauf der Hand teuer zu stehen kommen können. Nach dem Lesen dieses Teils werden Sie einige scheinbar viel versprechende Hände nicht mehr anrühren.
Omaha ist ein Flop-Spiel. Im fünften Teil beschäftigt sich Hwand mit dem Spiel nach dem Flop, wann Sie mit welcher Hand wetten sollten oder wann Sie besser vorsichtig forfahren. Konzepte wie Folgewetten werden erklärt oder wie Sie einen Draw spielen. Durchweg lesenswert.
Daran schließt sich ein fast 60 Seiten starker Teil an, in dem Sie Ihr erworbenes Wissen auf die Probe stellen können. Gefolgt von einem Teil, der sich mit Überlegen zu Bankroll-Management, der Höhe des Buy-Ins und Selbstbeherrschung beschäftigt. Die beiden letzten Teil schließlich erläutern die Varianten Limit Omaha Hi/lo Split und Pot Limit Omaha Hi/Lo Spolit, insgesamt noch einmal gut 120 Seiten, die aus einem durchschnittlichen Spieler einen sehr guten machen können. Nach dem Lesen dieses Buchs sind Sie gut vorbereitet für das Abenteuer, das sich Omaha nennt.
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